TEXTILES GESTALTEN 

STOFF, FADEN, LEDER, WOLLE UND MEHR

FREEMOTION QUILTING

Freemotionquilting und Bobbinwork - wie geht das überhaupt?

Vorbereitungen

Beim Freemotion Quilting werden freihändig Muster genäht und zwar so dass wenn möglich alles in einem Durchgang genäht werden kann, ohne abzusetzen. 

Zuerst muss der Stoff vorbereitet werden. Ich mache ein "Sandwich" mit Oberstoff, Faserpelz oder Volumenvlies und zu unterst Tüllvorhangstoff, damit das Ganze gut rutscht auf dem Quilttisch.

Dann zeichne ich eine grobe Einteilung auf den Stoff, versenke den Transporteur, montiere einen Stopf-, Stick- oder Freemotionquiltfuss und stelle einen Geradestich ein. 

Quilten

Dann kann's schon losgehen. Der Stoff wird mit den Händen geführt, was am Anfang etwas ungewohnt ist. Für besseren Grip nehme ich Gartenhandschuhe mit Gummibeschichtung, bei denen ich Daumen und Zeigefinger abgeschnitten habe - man sollte ja noch einfädeln können ohne jedes Mal die Handschuhe auszuziehen....

Zuerst nähe ich die Konturen, dann die Füllungen. Man muss darauf achten nicht an einem Ende des Stoffes sehr dicht Nähte zu setzen während auf der anderen Seite nocoh alles leer ist, denn dann verzieht sich alles. Besser ist regelmässig rund herum mal einige Nähte zu nähen und dann den Rest auszufüllen.

Bobbinwork 

bei Bobbinwork wird als Unterfaden ein Wollfaden, ein Garn oder sonst ein dickeres Material auf die Unterfadenspule gewickelt. Dann braucht es einen speziellen Spulenhalter bei dem die Unterfadenspannung lockerer ist. Man könnte das sicher auch einstellen, aber da ich an der Unterfadenspannung nicht gerne rumschraube wechsle ich einfach die Spulenkapsel aus. Der Oberfaden muss sehr straff sein, Fadenspannung hier also hochdrehen. Dann wird das Werkstück umgedreht, die rechte Seite schaut nach unten und schon geht's los. Bei meinen Freemotionmustern nähe ich einfach die Konturen nach, die ich auf der Vorderseite hervorheben möchte.

Man kann aber auch Zierstiche mit Bobbinwork nähen oder normale Geradstichnähte. Es sind allerdings immer Dekorationsnähte und keine, die den Stoff zusammenhalten sollten.

Molatechnik

bei der Molatechnik werden unter den Oberstoff eine oder mehrere Lagen am liebsten bunte Stoffe gelegt. Nachdem die Umrisse gequiltet sind wird die oberste oder auch die zwei obersten Lagen vorsichtig weggeschnitten. Um ein Ausreissen des Oberstoffes zu verhindern ist es besser, die Umrisse zweimal zu nähen. Das gibt etwas bessere Stabilität. Ebenfalls wichtig ist, Stoffe zu verwenden die nicht so stark ausfransen. 

Nach dem Ausschneiden wird fertiggequiltet, wobei auch die ausgeschnittenen Flächen gequiltet werden können. 

Tarpuntotechnik

bei der Tarpuntotechnik hab ich den Oberstoff doppelt mit Batting unterlegt und die Teile des Quiltings, die hervortreten sollen zuerst genäht. Dann hab ich aussen an den Hauptmotiven (hier die Ellipsen) eine Lage vom Batting weggeschnitten, so dass nur noch es nur noch innerhalb der Ellipsen doppelt liegt. Das Quilting wird nun mit einer Rückseite versehen (bei meinen Taschen meist Tüllvorhang) und fertig gequiltet. So wird der Reliefeffekt verstärkt, was gerade bei den schweren Taschenstoffen nötig ist, da der Reliefeffekt so viel schöner hervortritt.

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Galerie der fertigen Arbeiten